<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"><channel><title>Quintessenz</title><link>http://www.quintessenz.at/</link><description>http://www.quintessenz.at/</description></channel><item><title>q/Talk special, 23. Mai 2013, Datenschutzgrundverordnung - EU vor Einigung</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100023205</link><short> Berichterstatter MEP Jan Philipp Albrecht über massives Lobbying

Am 25. Januar 2012 stellte Viviane Reding  für die Europäische Kommission eine neue Datenschutz-Grundverordnung vor. Durch diese EU Datenschutzreform sollen Regeln für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch Unternehmen EU-weit vereinheitlicht und die Datenschutzrichtlinie 1995 ersetzt werden.
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Ort: Sitzungssaal der Akademie der Wissenschaften
Doktor-Ignaz-Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Datum:23. Mai 2013
Zeit: 19.00 (Einlass 18.00)
 
Einführung:Albert Steinhauser, Die Grünen 

Podium:
Jan Philipp Albrecht, MdEP, Bündnis 90/Die Grünen
Walter Peissl, Institut für Technikfolgen-Abschätzung der ÖAW
Georg Markus Kainz, q/uintessenz 

 
Eine Kooperation mit 
Die Grünen und dem 
Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Akademie der Wissenschaften

</short><full>

Im Gegensatz zur Richtlinie, die von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden musste, wird die Datenschutz-Grundverordnung unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten gültig. Den Mitgliedsstaaten wird es daher nicht mehr möglich sein, den von der Verordnung festgeschriebenen Datenschutz durch nationale Regelungen abzuändern.
 
"THE MOST AGGRESSIVE LOBBYING"
Reding, die davon ausgeht, dass die neuen Regeln für die nächsten 30 Jahre gelten sollen, spricht von aggressivstem Lobbying in dieser Angelegenheit („the most aggressive lobbying“). Dies sei der Versuch  internationaler Konzerne und Unternehmen, Gesetze in ihrem Sinne zu beeinflussen.
IT-Rechtsexperte Rainer Knyrim betont, die EU-Kommission sei keinesfalls eine unabhängige Behörde oder gar ein unabhängiges Gericht sondern ein Apparat zur Verwaltung der Europäischen Union und als solcher sehr anfällig für Lobbying. Der Entstehungsprozess der Grundverordnung würde dies verdeutlichen.
 
Berichterstatter zur Datenschutzgrundverordnung
Jan Philipp Albrecht ist im Parlamentarischen Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments (LIBE) Berichterstatter zur Datenschutzgrundverordnung und zum  EU-Datenschutzrahmenabkommen mit den USA. In dieser Funktion koordiniert er während eines Gesetzgebungsverfahrens die Verhandlungen und ist gefordert, einen mehrheitstauglichen Kompromiss für das Parlament auszuhandeln.
 
Im Rahmen dieses hochbrisanten qTalk special gibt Albert Steinhauser, Justizsprecher der Grünen, einen kurzen Überblick über den Status Quo aus österreichischer Sicht. Jan Philipp Albrecht berichtet über den derzeitigen Stand der Verhandlungen des Europäischen Parlaments und diskutiert im Anschluss gemeinsam mit Georg Markus Kainz und Walter Peissl über die möglichen Auswirkungen der neuen Datenschutz-Grundverordnung auf Österreich.

 
Links:

EU Privacy regulations subject to 'unprecedented lobbying' EU Commissioner Viviane Reding says new regulations on digital privacy are designed 'to stand for 30 years' but were subject to the most aggressive lobbying she has ever witnessed.
http://www.telegraph.co.uk/technology/news/9070019/EU-Privacy-regulations-subject-to-unprecedented-lobbying.html&gt;


FM4.orf.at:
 Die Neuordnung des Datenschutzes in Europa


Parlamentarischer Ausschuss LIBE - Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres 


Sitzungssaal der Akademie der Wissenschaften


Walter Peissl (Institut für Technikfolgen Abschätzung)</full></item><item><title>Einweg-Bilder: Snapchat-Versprechen widerlegt</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100023102</link><short>Vor allem Anwälte und Polizei könnten davon profitieren
Snapchat-Bilder können doch wiederhergestellt werden. </short><full>Das Hauptargument und Erfolgskonzept von Snapchat war bislang das automatische Löschen von versandten Fotos zwischen Usern nach zehn Sekunden. Aus diesem Grund wird die App zu einem großen Teil für "Sexting" unter Jugendlichen genutzt.  Das Unternehmen Decipher Forensics http://decipherforensics.com hat nun jedoch einen Weg gefunden, die Bilder auf Android-Geräten für umgerechnet rund 200 bis 400 Euro und innerhalb weniger Tage wiederherzustellen. Vor allem für Anwälte, Polizeibeamte, aber auch Privatpersonen kann die Wiederherstellung von großer Bedeutung sein.

Zwischenspeicherung ermöglicht Reparatur
Laut Datenschutz-Experte Georg Markus Kainz von Quintessenz http://quintessenz.at wird dadurch die Nutzerzahl von Snapchat nicht zurückgehen. "Die Menschen müssen aber beginnen zu verstehen, dass alle Bilder und andere Daten elektronisch auf jeglichem Gerät zwischengespeichert werden und dadurch wiederherstellbar sind", betont er.

Die Zwischenspeicherung sei die Basis der Technik. Alle Tools, die das Gegenteil versprechen, seien heuchlerisch und würden lediglich dem Nutzer etwas vorgaukeln. "Im Internet wird nie das Original verschickt, so wie bei Briefen, sondern immer nur Kopien", führt Kainz aus. Das Original würde demnach vervielfältigt.

Funde belasten statt entlasten
Das Wiederherstellen der Snapchat-Daten hat dem Spezialisten zufolge auch bei Strafverfolgung keinerlei Vorteile. "In Amerika verwenden sie den Spruch: 'Alles was Sie sagen, kann und wird vor Gericht gegen Sie verwendet werden.' Es wird aber nicht das verwendet, was für einen spricht und als Alibi entlasten könnte - somit entsteht ein Ungleichgewicht", führt Kainz aus.

Diejenigen, die "Echt-Kriminalität" betreiben, wüssten zudem, wie sie sich datentechnisch schützen können. Konsequenzen habe das Wiederherstell-Verfahren nur für Otto Normalverbraucher.

Quelle: http://www.pressetext.com/
Redakteurin: 	Andreea Iosa
Orem/Wien (pte019/10.05.2013/13:48)
</full></item><item><title>2.-4. Mai: Linuxwochen Wien - Eine Idee wird Dreißig</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100022758</link><short>und wohl niemand hätte vermutet welche Auswirkungen das 1983 ins Leben gerufene GNU-Projekt von Richard Stallman haben würde.</short><full>Software welche die Freiheits-Rechte garantiert, und den Endbenutzer die Freiheiten eröffnet sie zu verwenden, zu untersuchen, zu kopieren und ändern zu dürfen. Im Geiste dieser Idee ist sind nicht nur zahlreiche Betriebssysteme entstanden, die unsere Arbeitsplätze, Server und Smartphones betreiben. Neben Open Source sind Projekte wie Open Hardware, Open Data und Open Education von der Idee eigenverantwortlicher Menschen angesteckt worden. An drei Tagen bieten die Linuxwochen Wien einen Querschnitt an Themen und Vorträgen.

Das gesamte Linuxwochen Programm in der FH Technikum Wien:
https://cfp.linuxwochen.at/de/lww2013/public/schedule

Anfahrt, Anmeldung zu Workshops, usw. unter:
http://linuxwochen.at/index.php?option=com_content&amp;id=213&amp;Itemid=3

Die Tracks mit 100 Vorträgen und Workshops:

Open Hardware
https://cfp.linuxwochen.at/de/lww2013/public/track/1

Open Source Hardware lässt sich nach lizenzkostenfreien Bauplänen herstellen. Was mit programierbaren Mikrocontrollern zum Steuern und Regeln begann, hat sich mit 3D Druckern fortgesetzt und setzt jetzt schon zum Sprung auf Maschinen und Geräte wie Ziegelpressen an oder Traktoren an. Auf Online Plattformen können Baupläne, Schnittmuster hochgeladen und gemeinsam weiter entwickelt werden. Wie Open Source in der IT für neue Ansätze und frischen Wind gesorgt hat, so setzt jetzt Open Hardware mit seiner großen Community an die sichtbaren Formen unserer Welt zu verändern.

Open Data
https://cfp.linuxwochen.at/de/lww2013/public/track/2

Der transparente und freie Zugang zu öffentlichen Daten ermöglicht ein besseres Verständnis und damit Mitsprache und Beteiligung an öffentlichen Entscheidungsprozessen. Open Source, Wikipedia, oder OpenStreetMap sind in verschiedenster Weise Pate gestanden, oder selbst ein Werkzeug der Verarbeitung, Aufbereitung und Darstellung. Offene Standards und Datenformate in der Verwaltung fördern einerseits Bürgerbeteiligung wie lokale Wirtschaft.

Open Education
https://cfp.linuxwochen.at/de/lww2013/public/track/3

Der freie und offene Zugang zu digitalen Lehrmaterialen und Informationen für Wissenstransfer bietet die Chance weitaus mehr Menschen als bisher an der Gestaltung und Bearbeitung mitwirken zu lassen. Lizenzfreier Zugriff zu vermittelbaren Wissen stellt für Lehrende eine Chance dar flexibel auf individuelle Bedürfnisse eingehen zu können. Denn eine Wissens- und Bildungsgesellschaft ist Voraussetzung für Mitsprache und Mitgestaltung in Gesellschaft und Politik.

Daneben dürfen die klassischen Tracks wie

Systemadministration
https://cfp.linuxwochen.at/en/lww2013/public/track/5

Software-Enwicklung
https://cfp.linuxwochen.at/de/lww2013/public/track/4

Grafik und Bildbearbeitung
https://cfp.linuxwochen.at/de/lww2013/public/track/7

Liberty and Community
https://cfp.linuxwochen.at/de/lww2013/public/track/6

und neu dabei:

"User Experience Design"
https://cfp.linuxwochen.at/de/lww2013/public/track/8

natürlich nicht zu kurz kommen.</full></item><item><title>q/Talk, Di 30.4.2013 - Wir drucken uns unsere Welt </title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100022534</link><short>Technikfolgenabschätzung für das Web 3D
Während die Diskussion über ein neues Urheberrecht für die Generation Internet gerade erst an Fahrt aufgenommen hat, zeichnet sich am Horizont bereits eine neue Debatte ab, bei der die aktuellen Interessenskonflikte von Internet-Nutzern und Rechteverwertern wie ein simples Vorgeplänkel wirken.
</short><full>Ort: Raum D / MQ Wien
Museumsplatz 1, 1070 Wien

Datum: 30. April 2013
Zeit: 20.00 (Einlass 19.00) 

Podium:
Bernhard Kubicek, RepRap Vienna
http://reprap-wien.org
Johannes Patzer, CTO lithoz
http://www.lithoz.com
Herbert Gnauer, Medienkünstler
http://no-na.net/
Georg Markus Kainz, quintessenz 
http://www.quintessenz.at


3D-Druckverfahren versprechen Lösungen für viele Bastlerprobleme und Wartungstechniker. Eine Digitalkamera plus entsprechender Software und schon beginnt der Drucker den Ersatzteil auszudrucken. Bereits heute gibt es Vorlagen und Konstruktionspläne aus dem Internet herunterzuladen. So wie das Internet Handbücher und Gebrauchsanweisungen in gedruckter Form überflüssig gemacht hat steht durch den 3D-Druck eine Revolution in der Lagerhaltung für Kleinteilen und Accessoires ins Haus.

Until the lawyers showed up. Zahlreiche rechtliche Untiefen im Zusammenhang mit 3D-Druck verunsichern jedoch Kreative bei ihrem Versuch mittels dieser neuen Technik neue Anwendungsmöglichkeiten zu finden.
Gerade in der Technik sind viele Teile patentiert. Patent und Gebrauchsmuster schützen eine technische Idee. Hier geht es anders als beim Urheberrechtsschutz nicht darum, dass man ein fremdes Werk nutzt.
Im Prinzip können nämlich auch komplette Eigenentwicklungen fremde Patente verletzen.

Wer nur für den Heimgebrauch nachbastelt, sollte das derzeit allerdings noch sorgenfrei tun können. Im Unterschied zum Urheberrecht schützen Patent und Gebrauchsmuster den Rechteinhaber nur vor der gewerblichen Verwendung seines geistigen Eigentums.

Im Rahmen des qTalk am 30. April 2013 versucht Georg Markus Kainz mit seinen Gästen Bernhard Kubicek, Reprap Vienna, Johannes Patzer, CTO von lithoz, und Medienkünstler Herbert Gnauer einen Blick in die Zukunft, die diese neue Technologie verspricht, zu werfen. Bernhard Kubicek wird auch 3D-Drucktechnik zum Angreifen präsentieren.

Hintergrundlektüre:

Wiener Selbsthilfegruppe für 3D-Druck
http://reprap-wien.org

Lithoz
http://www.lithoz.com

3D-Drucker RepRap
http://de.wikipedia.org/wiki/RepRap

A third industrial revolution
http://www.economist.com/node/21552901</full></item><item><title>Die Linuxwochen Österreich touren wieder - Start am Samstag in Graz</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100022211</link><short>Nach dem Tourauftakt diesen Samstag in Graz geht es nächste Woche weiter nach Eisenstadt bis zum Finale von 2. bis 4. Mai in Wien.</short><full>

Sa, 20. April in Graz
Fr-Sa, 26. - 27. April in Eisenstadt
Do-Sa, 2. -  4.  Mai in Wien

Open Source - Open Hardware - Open Data - Open Education
Statt Geheimniskrämerei, Dominanz und schnöder Mammon können nur Offenheit und der freie Wettbewerb von Ideen wahren Fortschritt bringen. Die Verbreitung von Wissen soll nicht kontrolliert und schon gar nicht reglementiert werden.

Open Hardware
Open Source Hardware lässt sich nach lizenzkostenfreien Bauplänen herstellen. Was mit programierbaren Mikrocontrollern zum Steuern und Regeln begann, hat sich mit 3D Druckern fortgesetzt und setzt jetzt schon zum Sprung auf Maschinen und Geräte wie Ziegelpressen an oder Traktoren an. Auf Online Plattformen können Baupläne, Schnittmuster hochgeladen und gemeinsam weiter entwickelt werden. Wie Open Source in der IT für neue Ansätze und frischen Wind gesorgt hat,  so setzt jetzt Open Hardware mit seiner großen Community an die sichtbaren Formen unserer Welt zu verändern.

Open Data
Der transparente und freie Zugang zu öffentlichen Daten ermöglicht ein besseres Verständnis und damit Mitsprache und Beteiligung an öffentlichen Entscheidungsprozessen. Open Source, Wikipedia, oder OpenStreetMap sind in verschiedenster Weise Pate gestanden, oder selbst ein Werkzeug der Verarbeitung, Aufbereitung und Darstellung. Offene Standards und Datenformate in der Verwaltung fördern einerseits Bürgerbeteiligung wie lokale Wirtschaft. 

Open Education
Der freie und offene Zugang zu digitalen Lehrmaterialen und Informationen für Wissenstransfer bietet die Chance weitaus mehr Menschen als bisher an der Gestaltung und Bearbeitung mitwirken zu lassen. Lizenzfreier Zugriff zu vermittelbaren Wissen stellt für Lehrende eine Chance dar flexibel auf individuelle Bedürfnisse eingehen zu können. Denn eine Wissens- und Bildungsgesellschaft ist Voraussetzung für Mitsprache und Mitgestaltung in Gesellschaft und Politik.

Mehr unter http://www.linuxwochen.at
</full></item><item><title>iPhone-User im Schnitt 76 Mal pro Tag ausgespäht </title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100021608</link><short>Datenschutz-Experte Kainz kritisiert: "Apps wissen viel mehr als nötig"</short><full>
Mobile Handy-Applikationen stellen aus datenschutzrechtlicher Perspektive ein ernstes Problem dar. Wie aus einem aktuellen Bericht der nationalen Datenschutzbehörde French National Commission on Computing and Liberty (CNIL) http://www.cnil.fr hervorgeht, greifen viele der kleinen Programme ungefragt auf sensible persönliche Daten zu, um diese an weit entfernte Server weiterzuleiten. Ein Praxistest mit sechs Freiwilligen, die ihr iPhone drei Monate lang mit einer speziellen SIM-Karte bestücken ließen, um den jeweiligen individuellen Daten-Traffic genau kontrollieren zu können, ergab, dass die Apps weit mehr Daten abfragen als nötig. Die User haben zudem kaum eine Möglichkeit, um derartige Übertragungen überwachen bzw. einschränken zu können.

"Was die Datenschutzproblematik von Smartphones angeht, fehlt es den Usern noch an dem nötigen Gefahrenbewusstsein", stellt Georg Markus Kainz, Präsident des Vereins quintessenz http://quintessenz.at , im Gespräch mit pressetext klar. Dass moderne, internetfähige Handys hier eine besonders große Gefahr darstellen, liege darin begründet, dass sie die technischen Funktionen von Mobiltelefonen und Computern vereinen. "Wie schon vor einiger Zeit beim PC, müssen die Nutzer nun auch im Umgang mit ihren Smartphones lernen, dass es nicht ratsam ist, sensible Daten dort abzulegen, wo sie ungeschützt sind", betont der Experte, der aber auch die Sicherheitseinstellungen so mancher App bemängelt: "Die User werden vielfach geradezu genötigt, ihre Daten preiszugeben."

Spitzenreiter GPS-Ortung

Die Auswertung des mitprotokollierten Datenverkehrs der sechs iPhone-User durch die CNIL ist zwar eigenen Angaben zufolge gerade erst gestartet. Die insgesamt neun Gigabyte an gesammelten Daten liefern aber schon jetzt ein klares Bild der Verhältnisse. Demnach griff im Schnitt eine von drei verwendeten Apps auf die GPS-Standortinformationen des jeweiligen Handys zu. Während eines durchschnittlichen Tages wurde der einzelne Smartphone-Besitzer sage und schreibe ganze 76 Mal "getracked". Spitzenreiter in dieser Kategorie waren "Foursquare" und "Apple Maps", die am öftesten Ortungsdaten abfragten, gefolgt von "Around Me" und der vorinstallierten Apple-Kamera-App.

"Smartphones sind aus datenschutzrechtlicher Sicht auch deshalb so gefährlich, weil sie weit mehr über einen User preisgeben als ein normaler Standrechner", kommentiert Kainz das Analyseresultat. Die GPS-Ortung sei hier natürlich besonders problematisch. "Das Handy ist heute ein mobiler Alltagsgegenstand, der überall hin mitgenommen wird. Auf diese Weise lassen sich die Wege der User sehr gut nachvollziehen", erläutert der quintessenz-Chef. Aber auch die integrierten Kameras und Mikrofone seien ein "potenzielles Sicherheitsrisiko".

Alle Smartphone-User betroffen

"Unser Ziel war es nicht, mit dem Finger auf einen bestimmten Hersteller zu zeigen, sondern generell das Verständnis zu verbessern, wie Apps mit privaten Daten umgehen", zitiert das US-Portal Macworld CNIL-Präsidentin Isabelle Falque-Pierrotin. Am Beispiel von Apples iPhone habe man ganz gut aufzeigen können, dass die Käufer solcher Geräte zumeist nur wenig bis gar keine Ahnung davon haben, auf welche Informationen oder Funktionen die von ihnen erworbenen Handy-Programme zugreifen. "Apple hat in puncto Datensicherheit schon etwas nachgebessert. Insgesamt gesehen betrifft diese Problematik aber auch genauso jeden anderen Smartphone-User", so Kainz abschließend. 


Quelle: http://www.pressetext.com/
Redakteur: Markus Steiner
Paris (pte033/10.04.2013/13:45)
</full></item><item><title>Digitales Recht auf Vergessen: User aktiv gefordert</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100021096</link><short>Privatsphären-Einstellungen überprüfen - Postings mit Bedacht wählen</short><full>Im digitalen Zeitalter gewinnt das
Säubern oder Löschen der virtuellen Identität immer mehr an Bedeutung.
Einige Tipps können Internet-Nutzern dabei helfen, unerwünschte Daten
aus der Online-Welt verschwinden zu lassen und dem omnipräsenten
Datenschutzproblem entgegenzuwirken. Bei einem Facebook-Account sollten
alle Einstellungen zur Privatsphäre auf "privat" oder "aus" geändert
werden. Zudem tun User gut darin, auf jedem unerwünschten Foto die
Verlinkung zu entfernen.

Bilder können generell bei der Google-Suche erforscht werden, indem der
Vor- und Zuname in Anführungszeichen eingegeben wird. Bei heiklen Daten
können die User die Administratoren um eine Löschung bitten, was jedoch
nicht immer gewährleistet ist. Personen, die über einen Tumblr-,
Wordpress- oder Google-Blogger-Account verfügen, löschen diesen am 
besten gänzlich.

Duplikate verhindern Säuberung

Wenn jemand etwas auf Foren kommentiert hat, sollten auch diese
Bekundungen gelöscht werden. Wenn dies jedoch nicht funktioniert, so
kann dieser Wunsch mit einer guten Begründung den Datenverwaltern
nahegelegt werden. Letztendlich kann es ein großer Vorteil sein, die
Google-Suchmaschine gänzlich zu vermeiden und auf Alternativen wie
DuckDuckGo.com oder Blekko.com umzusteigen, die Nutzer nicht verfolgen.

Was Foren betrifft, ist es laut Datenschützer Georg Markus Kainz
http://quintessenz.at kaum möglich, Kommentare zu löschen. "Wenn auf einen Kommentar bereits Meinungen veröffentlicht wurden, ist es schwierig, die Frage oder die Antwort zu löschen, da somit ein Inhalt sinnlos und frei im Raum stehen würde", warnt er gegenüber pressetext. Dazu müsste der gesamte Thread entfernt werden, was wiederum von allen Beteiligten das Einverständnis bedürfe und kaum umsetzbar sei.

"Diese Handlungen sind mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Zudem 
müssen sich Nutzer bewusst sein, dass die Informationen auch nach deren 
Entfernung zwar nicht mehr gezeigt werden, aber weiter gespeichert 
bleiben oder, dass sie bereits dupliziert wurden." Der EU-Ansatz des 
Rechts auf Vergessen sei demnach relativ unrealistisch.

Kreativer Nickname schützt

"Am besten ist es, bei öffentlichen Diskussionen einen Nicknamen zu
verwenden, um sich selbst keinen Maulkorb geben zu müssen. Es ist
wichtig, pointierte Meinungen kundzutun, aber nur mit einem die
Identität schützenden Pseudonym", führt Kainz aus. Das Recht auf
Vergessen kann von Firmen zwar verlangt werden - User dürften sich auf
die Entfernungen aber nicht blind verlassen. "Es gibt kein Zurück in die
Zukunft", schließt er ab.
quelle: http://www.pressetext.com/
Redakteurin: Andreea Iosa
Wien (pte013/05.04.2013/12:00)


</full></item><item><title>Oscars für  Datenkraken</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100020383</link><short>Deutsche Big Brother Awards Gala am 12. April 2013 in Bielefeld. 
</short><full>
Im Rahmen einer großen Abendgala verleiht digitalcourage die BigBrotherAwards.de. Mit diesen Preisen werden Firmen, Politiker und Institutionen bedacht, die die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger und den Datenschutz im letzten Jahr in besonderem Maße missachtet haben.

Über 250 Nominierungen waren bei der Jury eingegangen. Aus diesem 
Pool hat die Jury aus Bürgerrechtlern und Datenschützern die Gewinner 
recherchiert, um die drastischsten Fälle zu prämieren. Neben den 
Kategorien Politik, Wirtschaft, Technik, Behörden und Verwaltung gibt 
es in diesem Jahr auch wieder einen "Neusprech-Award".

Prominente Preisträger wie Microsoft und die Telekom haben den Preis 
schon persönlich  entgegengenommen. Andere Preisträger aus den 
letzten Jahren gingen gerade erst wieder durch die Medien: Der Export 
von Überwachungs-Software war schon 2009 und 2012 ausgezeichnet 
worden. Auch die Deutsche Bahn, gerade wegen der möglichen Weitergabe 
von Bahncard-Daten der Reisenden im Spiegel (12/2013), war bereits 
zweimal Preisträger. 

Die BigBrotherAwards werden organisiert von digitalcourage e.V. In
der Jury sind außerdem vertreten: Der ChaosComputerClub (CCC), die
Deutsche Vereinigung für Datenschutz (DVD), das Forum
Informatikerinnen und Informatiker für den Frieden (FIfF) und die
Internationale Liga für Menschenrechte.
 
Der Preis, die BigBrotherAward-Statue, ist eine Skulptur des 
Künstlers Peter Sommer. Sie zeigt eine Person, mit Bleiband gefesselt
und durch eine Glasscheibe durchtrennt. Die Schrift auf dem Glas ist
eine codierte Textstelle aus "Schöne Neue Welt" von Aldous Huxley:
Eine literarische Metapher der Unfreiheit der Menschen in einer
technokratischen Konsumwelt und in einer Welt des globalen
Datensammelns. 

Was: BigBrotherAwards-Verleihung 
Wann: 12. April 2013, 18-20 Uhr 
Wo: Hechelei, Ravensberger Park 1, 33607 Bielefeld

Ausführliche Informationen zu den BigBrotherAwards.de unter:  www.bigbrotherawards.de
</full></item><item><title>Linuxwochen 2013 suchen Themen und Vorträge</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100019518</link><short>Call for Papers - die Linuxwochen Wien 2013 suchen Vorträge und Ideen zum gemeinsamen Diskurs zu Open Source, Freier Software, Open Hardware und Open Data. </short><full>Statt Geheimniskrämerei, Dominanz und schnöder Mammon können nur Offenheit und der freie Wettbewerb von Ideen wahren Fortschritt bringen. Die Verbreitung von Wissen soll nicht kontrolliert und schon gar nicht reglementiert werden.

Die Linuxwochen Wien bitten um Einreichung von Vorträgen und Themen bis zum 1. April 2013. Die Linuxwochen Wien finden in der Zeit vom 2. bis 4. Mai 2013 an der FH Technikum Wien statt.

Interessenten können gleich direkt im CfP-Manager einreichen:

https://cfp.linuxwochen.at/en/lww2013/cfp/session/new

Konferenzsprache: Deutsch, Englisch

Die Linuxwochen Wien suchen nach Einreichungen zu aktuellen Trends und kommenden Entwicklungen in allen Bereichen Freier und Open Source Software:

Betriebsysteme und Kernel
Software Entwicklung
IT Administration
Cloud Computing und Virtualisierung
IT Security
Lizenzen und Recht
Desktop
Linux Mobile &amp; Apps
CMS Systeme

und besonders zu den Schwerpunkten 2013:


Open Hardware

Open Source Hardware lässt sich nach lizenzkostenfreien Bauplänen herstellen. Was mit programierbaren Mikrocontrollern zum Steuern und Regeln begann, hat sich mit 3D Druckern fortgesetzt und setzt jetzt schon zum Sprung auf Maschinen und Geräte wie Ziegelpressen, Solarkollektoren oder Traktoren an. Neue Methoden der online Kooperation, des Entwerfens und der Produktion greifen dabei ineinander und revolutionieren Produktivität und Qualität.
Wie Open Source in der IT für neue Ansätze und frischen Wind  gesorgt hat, so setzt jetzt Open Hardware mit seiner großen Community an die sichtbaren Formen unserer Welt zu verändern.

Open Data

Der transparente und freie Zugang zu öffentlichen Daten ermöglicht ein besseres Verständnis und damit Mitsprache und Beteiligung an öffentlichen Entscheidungsprozessen. Open Source, Wikipedia, oder OpenStreetMap sind in verschiedenster Weise Pate gestanden, oder selbst ein Werkzeug der Verarbeitung, Aufbereitung und Darstellung. Offene Standards und Datenformate in der Verwaltung fördern einerseits Bürgerbeteiligung wie lokale Wirtschaft.

Open Education

Der freie und offene Zugang zu digitalen Lehrmaterialen und Informationen für Wissenstransfer bietet die Chance weitaus mehr Menschen als bisher an der Gestaltung und Bearbeitung mitwirken  zu lassen. Lizenzfreier Zugriff zu vermittelbaren Wissen stellt für Lehrende eine Chance dar flexibel auf individuelle Bedürfnisse eingehen zu können. Denn eine Wissens- und Bildungsgesellschaft ist Voraussetzung für Mitsprache und Mitgestaltung in Gesellschaft und Politik.

Für Rückfragen sind die Linuxwochen Wien 2013 unter programm2013@linuxwochen.at jederzeit zu erreichen.
</full></item></rdf:RDF>

