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Date: 2005-10-05

e-Card: Schöne große neue Datenwelt

... oder: Der Computer hat immer Recht. Gigantomanische Datensammlungen wecken nicht nur neue Begierlichkeiten – sie potenzieren auch die Fehlermöglichkeiten. Fast wäre man versucht zu sagen, die österreichische Bürokratie funktionierte nur deshalb so gut, weil sich Dummheiten und Fehler nicht so einfach fortpflanzen konnten – das ist jetzt anders.
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Die Art der Reaktion ist auch bezeichnend für den Respekt, den man diesen persönlichen Daten entgegenbringt.

1. Akt

Christoph Leitl hat mich zur Frau gemacht! - Von Kurt Palm
[Der Standard 12. September 2005]
(...)
Ihre persönliche e-card ist da!" Fett gedruckt stand diese Nachricht am Beginn eines Briefes, den ich dieser Tage von meiner Sozialversicherung erhielt. Und weiter hieß es in dem Schreiben der SVA: "Sehr geehrte Frau Palm! Wir freuen uns, Ihnen mit diesem Brief Ihre persönliche e-card, die elektronische Gesundheitskarte, zu übermitteln." Frau Palm? Weiß Christoph Leitl als Obmann der SVA mehr als ich?
(...)
http://derstandard.at/?url=/?id=2171002

2.Akt

LESERSTIMMEN - Christoph Leitl
[Der Standard 26.09.2005, Seite 23]
Sehr geehrter Herr Dr. Palm! Laut unseren Recherchen wurden an Ihre Adresse zwei E-Cards versandt. Die erste wurde am 8. August erstellt, und war an Sie persönlich gerichtet. Die zweite wurde am 12. August bestellt und betraf Frau Kathrin Palm, die in der Datenspeicherung des Hauptverbandes seit dem Jahr 1986 als mitversicherte Ehegattin aufscheint. Die Daten Ihrer Gattin wurden uns im Jahr 2001 von der Gebietskrankenkasse übermittelt, weil seit damals die Sozialversicherung der Kunstschaffenden von unserem Institut wahrgenommen wird. Sollte die Mitversicherung nicht mehr bestehen, ersuche ich um kurze Sachverhaltsdarstellung.
(...)
Christoph Leitl, Obmann der Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft
http://derstandarddigital.at/?url=/?page=archivsuche%26action=ergebnis%26artikel=2005\20050926\26akt2304w

3. Akt

Die E-Card und die Macht des Zufalls
[Der Standard, 1./2.10.2005]
Kurt Palm antwortet im Kommentar der anderen auf den Leserbrief von SVA-Obmann Christoph Leitl - Die E-Card ist noch nicht da, dafür darf er nachzahlen

Ich finde es einen Witz, dass sich Herr Leitl bemüßigt fühlt, Informationen aus meinem Privatleben der Öffentlichkeit bekannt zu geben, nur um von den zahllosen Pannen rund um die E-Card abzulenken. Tatsache ist, dass die von ihm erwähnte Frau Palm seit 1987 nicht mehr bei mir mitversichert ist und ich 18 Jahre lang weder von der Wiener Gebietskrankenkasse noch von der SVA je etwas in dieser Sache gehört hätte.
(...)
5000 Euro Nachzahlung
PS: Eben erfahre ich von der SVA, dass man "zufällig" nach meinem im STANDARD erschienenen Kommentar zur E-Card meine Versicherungskonten durchgekämmt und dabei herausgefunden hat, dass ich wegen angeblich zu geringer Beitragsleistungen mit einer Nachzahlung von bis zu 5.000 Euro zu rechnen habe. Das nenne ich Effizienz.
http://derstandard.at/?url=/?id=2193138

Kurt Palm lebt als Mann, SVA- Mitglied und Noch-nicht- E-Card-Besitzer in Wien.


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edited by Mac Gyver
published on: 2005-10-05
comments to office@quintessenz.at
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