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Date: 2012-11-23

Eltern fürchten Online-Werbung für Nachwuchs

Verfolgung von Kinderaktivitäten im Netz soll erschwert werden

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Amerikanische Eltern haben vor individueller Online-Werbung für ihre Kinder mehr Angst als davor, dass diese mit Fremden über das Internet kommunizieren könnten. Zu dieser Erkenntnis ist eine neue Studie des Washingtoner Pew Research Centers http://pewresearch.org gekommen. Die Werbeindustrie verfolgt die Online-Aktivitäten der Kinder und setzt so detaillierte und auf sie zugeschnittene Werbung zusammen. Acht von zehn Erziehungsberechtigten machen sich über die Menge an gesammelten Daten seitens der Werber Sorgen. Im Vergleich fürchten sieben von zehn Vormünder Online-Kommunikation ihrer Kinder mit Fremden.

Die US-Wettbewerbaufsichtsbehörde möchte nun ein Online-Schutzgesetz für die Privatsphäre von Kindern unter 13 Jahren abfassen. Zusätzlich wurde das "Do Not Track Kids"-Gesetz entworfen, das das Verfolgen von Kinderaktivitäten ohne elterliche Einwilligung verbieten soll.

Sichtbarkeit der Datenauswertung

"Der Hauptfaktor, warum individuelle Online-Werbung vermehrt Sorgen bereitet, ist, dass die sonst für den Nutzer nicht sichtbare Datenauswertung bemerkt wird. Der User sieht sie", erklärt Datenschutzexperte Christian Jeitler von Quintessenz (Verein zu Wiederherstellung der Bürgerrechte im Informationszeitalter) http://quintessenz.at , im Gespräch mit pressetext.

Das macht sich insofern bemerkbar, als dass Nutzer sich an einem Tag über bestimmte Produkte im Internet informieren und am nächsten detaillierte Werbung genau über diese Waren erhalten. Die Werbung wird auf den Besucher genau zugeschnitten, was von einer präzisen Datenauswertung zeugt.

Eltern sollen Bewusstsein schaffen

"Kinder und Jugendliche müssen ermuntert werden, über ihre Internet-Nutzung zu sprechen und diese den Eltern zu zeigen. Erst wenn Internet-Problematik bei unachtsamer Nutzung zum Thema gemacht wird, können die Erziehungsberechtigten eingreifen und Hilfestellung leisten", führt der Jeitler aus. Zusätzlich sei eine offene Aufklärung und das Bewusstmachen der Risiken wesentlich.

Um Kindern und Erwachsenen mögliche Konsequenzen bewusst zu machen, gibt der Spezialist den Tipp, sich folgendes vorzustellen, um das eigene Nutzungsverhalten zu reflektieren: Alle eigenen Posts, die man ausdrucken kann, klebt der junge Nutzer auf das Schultor, so dass sie öffentlich für jeden sichtbar sind. Wenn diese Situation und die Informationen der Posts für den Nutzer nach zwei Tagen noch in Ordnung ist und ihn nicht peinlich berührt, dann sind diese Informationen wahrscheinlich auch im Netz akzeptabel.

Zusätzlich sollen Jugendliche darauf achten, welche Fotos sie rasch über ihre Smartphones online stellen, denn diese können für den Rest ihres Lebens dort bleiben. "Gerade freizügige Bilder können sich jederzeit in einem ganz anderen Kontext weiter verbreiten, was langfristige und nachhaltige Probleme nach sich ziehen kann", schließt Jeitler ab. User sollten darauf achten, möglichst wenige Bilder ins Netz zu stellen.

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edited by pressetext
published on: 2012-11-23
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