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Date: 2015-04-22

qTalk Di 28. April - Der regulierte User

und die Illusion grenzenloser Freiheiten im Global Village

Die Anfänge des weltweiten Netzes, die prekommerzielle Phase, waren geprägt von der Vision, Wissen für alle verfügbar machen zu können. Der Austausch von Informationen, egal wo und egal wie sie gespeichert waren, sollten weltweit allen und jederzeit zur Verfügung stehen. Dieser Gedanke, der Austauschbarkeit, liegt nicht nur der Netzstruktur und ihren Protokollen zugrunde, sondern war eine der Antriebsfedern, die zur Entwicklung von HTML, der alles verbindenden Sprache des Netzes, geführt hat. Das Gemeinsame stand vor dem Trennenden.

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Datum: 28. April 2015
Zeit: 20.00 (Einlass 19.00)
Ort: Raum D / MQ / Museumsquartier
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Podium:

Dokumente einer Universität, die Nachrichten einer Lokalzeitung, die persönlichen Ansichten eines Bloggers sollten möglichst ausfallsicher und barrierefrei auf jedem erdenklichen Ausgabegerät, an jedem Punkt dieser Erde gelesen und kommentiert werden können. Damit Nachrichten einen jeden erreichen konnten, diente die Infrastruktur aller als Relay; quasi Hand in Hand wurde so eine weltweite Kette der Brüderlichkeit und Zusammenarbeit geschaffen.

Doch der Wandel war rasant. Das Internet als "rechtsfreier Raum", als Raum der Freiheit in den 90er Jahren, wurde innerhalb weniger Jahre zu einem gesetzlich regulierten und überwachten Lebensbereich. Ein Bereich, der sogar stärker reguliert wird, als unser restliches Leben.

Während das Lesen eines real, körperlichen Buches in keine rechtliche Kategorie fällt, ist das Lesen eines eBooks eine urheberrechtliche Vervielfältigung im Hauptspeicher eines Lesegeräts.

Das Datenschutzrecht regelt private Handlungen in der digitalen Welt, wie das Posten von Informationen über einen Freund auf einem öffentlich einsichtigen Sozial-Media-Profil-Seite oder den privaten Gedanken eines digitalen Tagebuches, eines Blogges. Die selben Informationen auf einem realen Flugblatt veröffentlicht, lallen nicht unter die Bestimmungen des Datenschutzrechtes.

Jeder Schritt und Tritt im Internet wird rechtlich geregelt, und dank Logfiles und den Spidern der Datenhändler werden all unsere Schritte auch noch peinlich genau protokolliert, und tragen so zur Generierung unserer digitalen Schattenbilder bei. Es bedarf keiner Gedankenpolizei, denn auch ohne Minitrue raten wohlmeinenden Karriere- und Jugendratgeber die Internetgeneration zur Zensur im Kopf und zur freiwilligen Nutzung einer Art von Newspeak, um sich nicht die eigene Zukunft zu verbauen.

http://www.karriere.at/blog/online-reputation-bewerbung.html

https://www.saferinternet.at/studien/


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edited by Chris
published on: 2015-04-22
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