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Date: 2004-09-13

US: Biometrie-Visa, Datenhunger, Verstopfung

Der Datenhunger des US-VISIT-Systems führte im Pilotbetrieb vor allem zu Verstopfungen vor den Abfertigungsschaltern der Konsulate. Dieser schöne Erfolg konnte durch den Einsatz neuartiger biometrischer Methoden erzielt werden.
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US-Konsularbeamte mit Problemen beim Aussortieren "falscher Treffer" | System produziert Warteschlangen im Pilotbetrieb, konstatiert US-Rechnungshof | Zahl der Abfragen an zentrale IDENT-Datenbank vervielfacht sich | 600 Mio. Ein-und Ausreisen pro Jahr

Eine gute und eine schlechte Nachricht hat der jüngste Bericht des US-Rechnungshofs für das Heimatschutzministerium [Department of Homeland Security, DHS] parat. Die Installation der notwendigen Hard- und Software zur Ausstellung von Biometrie-Visa in Botschaften und Konsulaten weltweit liegt insoweit im Plan, als sich die vom Kongress gesetzte Deadline 26. Oktober 2004 ausgehen dürfte.

Die schlechte Nachricht ist, dass die austellenden Beamten mit dem System noch nicht richtig umgehen können. Es mangle den Konsularbeamten daran, die vom IDENT- Datenbankverbund des FBI übermittelten Daten richtig zu interpretieren, heisst es in der Zusammenfassung des Rechnungshofberichts.

Stimmt ein bei IDENT gerade eingegangener Fingerabdruck mit einem bereits gespeicherten überein, so ist die automatische Ausstellung im jeweiligen Konsulat erst einmal blockiert. Das Visum muss vorher von einem höherrangigen Beamten freigegeben werden, bestehen Zweifel, geht der Abdruck zur Überprüfung an eine FBI-Abteilung.

Die Schwierigkeit liegt an der Heterogenität der Datensätze in der IDENT-Datenbank. Ein Gutteil der geschätzten 60 Millionen Fingerprint-Datensätze besteht aus eingescannten Abdrücken aller zehn Finger auf Papier. Ein anderer Teil wiederum sind elektronisch abgenommene Zehnfinger-Prints, allerdings aufgerollt. Verglichen werden muss jeweils zwei mit flach aufgelegten Prints der Zeigefinger, die das Konsulat liefert. Damit neigt das System dazu, falsche Treffer ["false positives"] zu produzieren, die manuell überprüft und beurteilt werden müssen.

Mehr dazu http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=249546

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edited by Harkank
published on: 2004-09-13
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